Autor Deutsche Lichtmiete®
Kategorie Energieeffizienz
Veröffentlicht am 19.03.20
Lesedauer 5 min.

Alle reden vom Klimaschutz. Die Bundesregierung hat dazu im September 2019 das Klimapaket auf den Weg gebracht. Das Herzstück des Klimaschutzprogramms ist die CO2-Bepreisung, auch unter CO2-Steuer bekannt, für Verkehr und Gebäude. Ab 2021 soll eine Abgabe auf jede emittierte CO2-Tonne von 25 Euro, die bis 2025 auf 55 Euro steigt, in Kraft treten.

Erfahren Sie in diesem Blogartikel unter anderem, wie die CO2-Bepreisung funktionieren soll, was mit den Einnahmen aus der CO2-Bepreisung geschehen soll und welche Lösungsansätze zur Kosteneinsparung für energieintensive Unternehmen bestehen.

Worum geht’s?

Hinter der Idee, der Bepreisung von CO2 steht ein simples Prinzip: Wer für den Ausstoß von CO2 verantwortlich ist, soll auch dafür zahlen. Bisher tun das nur Industrie und Energiewirtschaft. Energie- und insbesondere energieintensive Industrieunternehmen sind bereits seit 2005 verpflichtet, im Rahmen des Europäischen Emissionshandels (EU-ETS) für ihre bei der Energieerzeugung entstehenden Emissionen kostenpflichtige Zertifikate zu erwerben, die eine gewisse Menge an CO2-Emissionen legalisieren. Diese Zertifikate können sie zu marktbasierten Preisen untereinander handeln. Der EU-ETS ist damit ein zentrales Klimaschutzelement, um umweltschädliche Treibhausgasemissionen EU-weit zu reduzieren. Die Zahl der neu zur Verfügung gestellten Zertifikate nimmt dabei jedes Jahr ab. Gleichzeitig soll durch steigende Preise für die Zertifikate, der wirtschaftliche Druck auf die CO2-intensiven Anlagenbetreiber erhöht werden: Denn ihr Strom wird damit teurer als der Strom aus CO2-emissionsärmerer Stromerzeugung (zum Beispiel aus erneuerbaren Energiequellen). Der gewünschte Effekt: Emissionen spielen eine zunehmend größere Rolle bei Unternehmensentscheidungen.

Mit Blick auf die nationalen Klimaziele bekommt CO2 in Deutschland nun auch in den Bereichen Verkehr und Gebäude einen Preis. Dieser Preis ist übrigens keine Steuer. Juristisch gesehen erfüllt die CO2-Bepreisung die Vorgaben für eine Steuer nicht, weshalb die Bezeichnung CO2-Steuer formell nicht korrekt ist, sich aber im Sprachgebrauch stark durchgesetzt hat.

Wie funktioniert die CO2-Bepreisung?

Die Bundesregierung startet ab 2021 das nationale Emissionshandelssystem (nEHS) mit einem zunächst fixen vorab festgelegten Preis pro Tonne CO2beginnend ab 2021 mit 25 Euro/je Tonne bis 55 Euro ab 2025. Danach soll sich der Preis durch das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage am Markt – wie im EU ETS – selbst bilden. Unternehmen, die Heiz- und Kraftstoffe in Umlauf bringen, müssen Zertifikate als „Verschmutzungsrechte“ kaufen. Das Ziel ist hier: Je weniger Zertifikate ausgegeben werden, desto höher steigt ihr Preis und damit auch der Anreiz für Unternehmen, CO2 zu sparen bzw. in CO2-reduzierende Technologien zu investieren.

Was passiert mit den Einnahmen aus der CO2-Bepreisung?

Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung will die Bundesregierung in Klimaschutzmaßnahmen investieren und an anderer Stelle in Form von Entlastungen an die Endverbraucher, die durch Verteuerung der Endprodukte die meisten Kosten der CO2-Bepreisung tragen, wieder zurückgeben. So wird zum Beispiel ab 2021 die EEG-Umlage gesenkt. In der Folge sinken die durch die CO2-Bepreisung erhöhten Strompreise in gleicher Höhe. 

CO2 hat seinen Preis

Während seit 2019 weltweit Schüler jeden Freitag unter dem Motto „Fridays for Future“ für den Klimaschutz demonstrieren, macht die Industrie bereits seit 2005 ihre Umwelt-Hausaufgaben. Klimaschutz und Energiewende findet hier schon große Berücksichtigung. Deshalb gibt es am aktuellen Klimapaket besonders aus Reihen der Industrien Bedenken. So wird der nationale Alleingang Deutschlands beim Thema CO2-Bepreisung insbesondere in puncto Wettbewerbsfähigkeit kritisch gesehen. Im Fokus stehen dabei Höhe und Art der Umsetzung und in diesem Zusammenhang auch das Thema Carbon Leakage. Dabei geht es darum, dass sich aufgrund immer strengerer Vorgaben und steigender CO2-Kosten Unternehmen gezwungen sehen, ihre (Produktions-)Standorte und damit ihre Investitionen ins außereuropäische Ausland, das niedrigere Emissionsvorgaben auferlegt, zu verlagern.

Lösung: Strom einsparen

Der eingangs erläuterte Ausgleich durch Senkung der EEG-Umlage löst das Problem nicht für alle Unternehmen – zum Beispiel nicht für energieintensive Industrien, die in der Regel von der EEG-Umlage befreit sind. Sie sind damit voll von der Strompreiserhöhung durch die CO2-Bepreisung betroffen. Für diese Industrien gilt es dann besonders, Strom zu sparen, um die Kosten zu senken – sei es in den Produktionsprozessen oder bei der Beleuchtung.

Aber auch für alle anderen Branchen lohnt sich ein Blick auf das Stromeinsparpotenzial im Bereich Beleuchtung. Wissen Sie, wie viel Kosten Sie mit der Umrüstung auf LED im Deutsche Lichtmiete® Mietmodell sparen können? 

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