Autor Deutsche Lichtmiete®
Kategorie Energieeffizienz
Aktualisiert 25.09.19
Lesedauer 4 min.

Um die Planung einer neuen Beleuchtungsanlage zu erleichtern, wurden Normen und Richtlinien ausgearbeitet, auf deren Basis Annahmen für eine optimale LED-Industriebeleuchtung getroffen werden können. Im Folgenden fassen wir eine der wichtigsten Normen – DIN EN 12464-1 „Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen“ – für Sie zusammen. Wir verraten Ihnen, welche weiteren Vorschriften und Informationen Sie bei der Planung einer neuen Beleuchtungsanlage benötigen und wo Sie diese finden.

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DIN EN 12464-1 kurz und knapp

DIN EN 12464-1 befasst sich mit den Anforderungen an die Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen. Diese Anforderungen sollen für eine optimale Sehleistung und besten Sehkomfort für Menschen mit normalem Sehvermögen sorgen. Die Norm setzt sich mit den üblichen Sehaufgaben in allen Innenräumen (Industriehallen, Sporthallen, Lagerhallen etc.), inklusive der Sehaufgaben am Bildschirm, auseinander.

Die DIN EN 12464-1 gilt als europäische Norm und in ähnlicher Form als ISO 8995/CIE S 008 als ISO-Standard weltweit. Die neueste Version von August 2011 ist die überarbeitete Fassung der Ausgabe von März 2003 und wird offiziell als aktueller Stand anerkannt.

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Beleuchtungsstärke Tabelle

Warum gibt es Normen und Richtlinien?

Der entscheidende Faktor, der für die Festlegung bestimmter Beleuchtungsrichtlinien spricht, ist die Sicherheit der Mitarbeiter, Produkte und Maschinen. An Arbeitsplätzen in Industrie und Gewerbe kann die richtige Ausleuchtung oft dabei helfen, Unfällen vorzubeugen. Sind beispielsweise Arbeitsplätze mit schnell drehende Maschinen nicht optimal ausgeleuchtet, können sie vom Auge als nicht in Betrieb wahrgenommen werden. Auch schlecht beleuchtete Betriebswege zwischen engen Regalkonstruktionen können zu Personen- oder Sachschäden führen. Um dieser Problematik vorzubeugen, geben die Arbeitsstättenrichtlinien einige Maßgaben, wie zum Beispiel die Beleuchtungsstärke, vor.

Worum geht es in der DIN EN 12464-1 Norm genau?

Die Wichtigkeit der richtigen Beleuchtung am Arbeitsplatz ist unverkennbar, denn Sie ermöglicht es Angestellten, ihre Sehaufgaben optimal durchzuführen und die Sicherheit zu gewährleisten. Die genaue geforderte Qualität der Sehverhältnisse in Betrieben ist jedoch unterschiedlich. Sie hängt von verschiedenen Faktoren wie der Art und der Dauer der Tätigkeit ab. DIN EN 12464-1 legt die Anforderungen hinsichtlich Quantität und Qualität der Beleuchtung für Arbeitsstätten in Innenräumen und der dazugehörigen Areale fest. Außerdem werden Empfehlungen für die Umsetzung guter Beleuchtung gegeben und so die Planung der Beleuchtung erleichtert. Die Anforderungen, die in der DIN EN 12464-1 festgelegt sind, erfüllen üblicherweise auch die Anforderungen im Hinblick auf die Sicherheit. DIN EN 12464-1 gibt keine bestimmten Lösungen vor. Sie schränkt weder die Freiheit des Planers ein, noch hindert sie daran, neue Technologien zu erkunden oder innovative Beleuchtungsanlagen auszuprobieren. Die Beleuchtung in Arbeitsstätten kann sowohl durch Tageslicht, künstliches Licht oder eine Kombination von beiden erfolgen.

Kriterien für eine gute Beleuchtungsqualität nach DIN EN 12464-1

  • Angenehme Lichtumgebung
  • Harmonische Leuchtdichteverteilung
  • Ausreichende Beleuchtungsstärke gemäß der in den Tabellen „Verzeichnis der Beleuchtungsanforderungen“ aufgeführten Innenraumbereiche, Bereiche der Sehaufgaben oder Bereiche der Tätigkeit
  • Gute Gleichmäßigkeit
  • Begrenzung von Direkt- und Reflexblendung sowie von Schleierreflexionen
  • Richtige Lichtrichtung und angenehmes Modeling der Leuchten
  • Passende Lichtfarbe und Farbwiedergabe
  • Vermeiden von Flimmern und stroboskopischen Effekten
  • Qualitäten des Tageslichtes
  • Veränderlichkeit von Licht

Hilfreiche Links rund um die DIN EN 12464-1 Norm