Autor Deutsche Lichtmiete®
Kategorie Produkteigenschaften
Veröffentlicht am 15.10.21
Lesedauer 5 min.

In medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen ist Hygiene oberstes Gebot. Zumeist denkt man hier an Oberflächen, Türgriffe und sanitäre Einrichtungen – doch auch Leuchten in medizinischen Bereichen können zum Hygienerisiko werden. Denn obwohl diese grundsätzlich die Räumlichkeiten nicht verunreinigen, müssen sie trotzdem gewisse Standards erfüllen. So ist es selbstverständlich, dass nur solche Leuchten eingesetzt werden sollten, die sich leicht und gründlich reinigen lassen. Darüber hinaus sollten sie wasser- und staubdicht sein, sodass ihnen Desinfektionsmittel nichts anhaben können und sie nicht zum Hort für Keime und Krankheitserreger werden.

Ob diese Eigenschaften von den verschiedenen Leuchten erfüllt werden, wird durch die sogenannten Schutzarten und Schutzklassen angegeben. Diese geben Auskunft darüber, wie eine Leuchte gegen Außeneinflüsse geschützt ist und wo sie gefahrlos eingesetzt werden kann.

Was sind Schutzarten?

Die Schutzart gibt an, für welche Umgebungen die Leuchte geeignet ist und ob sie gegen das Eindringen von Feuchtigkeit, Fremdkörpern und gegen Stöße geschützt ist. Die Schutzarten werden mit IP, für die Dichtigkeit der Leuchte, beziehungsweise IK, für die Stoßfestigkeit, angegeben.

Was bedeutet IP Schutzart?

Die Abkürzung IP steht für International Protection. Die IP Schutzart gibt an, wie stark die Leuchte vor dem Eindringen von Fremdkörpern und Feuchtigkeit geschützt ist. Die zweistellige Kennziffer hinter dem Kürzel IP gibt an, um welche Schutzart es sich handelt. Die erste Ziffer beschreibt den Schutz gegen Berührung und Fremdkörper. Die zweite Ziffer beschreibt den Schutz gegen Wasser. Alle IP Schutzarten sind in der Norm DIN EN 60520 festgehalten.

 

Typische IP Schutzarten sind zum Beispiel:

  • IP44 – Diese Leuchten sind gegen größere Fremdkörper über 1mm und Spritzwasser geschützt. Sie werden vor allem im Innenbereich eingesetzt.
  • IP65 – Diese Leuchten sind staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt und eigenen sich daher besonders gut für den Einsatz in Duschen und Badezimmern.
  • IP67 – Diese Leuchten sind staubdicht und auch gegen zeitweises Untertauchen in Wasser geschützt. Man findet sie besonders oft im Außenbereich.

IP Schutzarten Tabelle

1. Kennziffer der IP Schutzart Schutz gegen Berührungen und Fremdkörper

1. KennzifferSchutz gegen Berührung und Fremdkörper

0

Kein Schutz gegen Berührung und Fremdkörper.

1

Schutz gegen großflächige Berührungen und große Fremdkörper mit einem Durchmesser von mehr als 50 mm.

2

Schutz gegen Berührungen mit dem Finger und Fremdkörper mit mehr als 12 mm Durchmesser.

3

Schutz gegen Berührungen mit Werkzeug und Fremdkörper mit einer Größe von 2,5 mm.

4

Schutz gegen Berührungen mit Werkzeug und Fremdkörper mit einer Größe von 1 mm.

5 (5K)

Schutz gegen alle Berührungen und Staubeinlagerungen in der Leuchte.

6 (6K)

Schutz gegen alle Berührungen und komplett staubdicht.

2. Kennziffer der IP Schutzart Schutz gegen Wasser

2. KennzifferSchutz gegen Wasser

0

Kein Schutz gegen Wasser.

1

Schutz gegen tropfendes Wasser (senkrecht fallend).

2

Schutz gegen tropfendes Wasser (schräg fallend bis 15°).

3

Schutz gegen tropfendes Wasser (schräg fallend bis 60°).

4

Schutz gegen Spritzwasser.

5

Schutz gegen einen (leichten) Wasserstrahl.

6

Schutz gegen einen starken Wasserstrahl.

7

Schutz gegen 30 minütiges Untertauchen in Wasser.

8

Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen in Wasser.

9

Schutz gegen Hochdruckreinigung mit Wasser.

Was sind Schutzklassen?

Anders als häufig im alltäglichen Sprachgebrauch verwendet, gibt es keine IP Schutzklassen. Schutzklassen werden im Unterschied zu den IP Schutzarten nicht mit dem Kürzel IP klassifiziert, sondern in aufsteigender Nummerierung von Schutzklasse 0 bis III. Die Schutzklasse gibt an, wie die Leuchten gegen elektrische Schläge gesichert sind.

Bedeutung der vier Schutzklassen 0-III:

  • Schutzklasse 0: In der Schutzklasse 0 verfügt die Leuchte neben der Basisisolierung über keinen gesonderten Schutz, was sehr gefährlich sein kann. Daher ist die Schutzklasse 0 laut aktuellen Sicherheitsnormen in Deutschland nicht zur Nutzung zugelassen.
  • Schutzklasse I: In der Schutzklasse I verfügt die Leuchte über eine Erdung, sodass fehlerhafte Spannung abgeleitet werden kann, um Stromschläge zu vermeiden. Diese Klasse ist typisch für Deckenleuchten. 
  • Schutzklasse II: Leuchten der Schutzklasse II haben eine doppelte Schutzisolation, jedoch keinen gesonderten Schutzanschluss. Diese Klasse ist typisch für Steh- und Tischlampen.
  • Schutzklasse III: Geräte der Schutzklasse III werden mit einer sogenannten Schutzkleinspannung von unter 50V betrieben. Dies ist meist bei Solarzellen, Batterien oder Akkus der Fall. Der Anschluss von Schutzleitern ist hier nicht erlaubt.

IP Schutzarten für sichere und hygienische Krankenhausbeleuchtung

Im medizinischen Bereich finden sich Leuchten der verschiedenen Einteilungen in allen Bereichen. Zumeist werden die Schutzarten IP54 oder 64 eingesetzt, die auch den Desinfektionsmaßnahmen standhalten können. In Räumen, in denen höchste Hygienevorschriften gelten – wie beispielsweise in OP-Sälen – reichen diese jedoch nicht aus. Hier setzt man zumeist Leuchten der Schutzart IP65 ein – diese sind komplett staub- und somit auch fast vollständig bakteriendicht. Es besteht also keinerlei Risiko einer Übertragung von Bakterien.

Unser breites Portfolio qualitativ hochwertiger Leuchten aus der Zusammenarbeit mit namhaften Herstellern bietet Möglichkeiten für sämtliche Hygieneanforderungen in Krankenhäusern, Kliniken oder Pflegeeinrichtungen; egal ob für Behandlungsräume, Patientenzimmer, Wartebereiche oder auch Flure und Treppenhäuser.

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