HQL-Verbot: Alle Infos zum EU-Verbot von HQL-Lampen

Die Lesedauer beträgt nur etwa fünf Minuten. Mit dem Lesen dieses Beitrags können Sie viele Recherche-Stunden sparen – und mit den gewonnenen Handlungsoptionen hohe Kosten vermeiden.


Der immense Stromverbrauch und das gefährliche Quecksilber führten zu ihrem Aus: Seit dem 13. April 2015 besteht das gesetzliche Verbot, HQL-Lampen (Quecksilberdampflampen) in den Handel zu bringen. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie als Unternehmer schnell handlungsfähig werden und langfristig vom Wechsel profitieren.

Viele Fragen – klare Antworten

  • Welche Alternativen gibt es zur verbotenen Quecksilberdampflampe?
  • Welche Möglichkeiten haben Unternehmen, ohne nennenswerte Eigeninvestition – wie etwa beim Kauf oder Leasing – die Hallenbeleuchtung umzurüsten und Kosten zu sparen?
  • Über kurz oder lang, werden der alten Beleuchtungsmethode alle Leuchtmittel ausgehen?

Bevor es in Produktionshallen oder Werkstätten dunkel wird, bringen wir Licht in die Angelegenheit. Um es vorwegzunehmen: LED-Licht.

Hintergrund

Das HQL-Verbot ist vor allem auf den Klima- und Umweltschutz zurückzuführen. Auch heute noch (Stand Frühjahr 2017) werden in Deutschland etwa 50 Prozent des elektrischen Stroms von Braunkohlekraftwerken erzeugt. Für welchen Stromanbieter sich ein Unternehmen auch entscheidet – statistisch geht die Hälfte des täglich verwendeten Stroms für die Beleuchtung in Form von CO2 zulasten der Umwelt.

Aus diesem Grund hat die Europäische Union die Reduktion des CO2-Ausstoßes und damit die Erhöhung der Energieeffizienz beschlossen. Auf Basis der EuP-Richtlinie 2005/32EG[1] sollen die vielen Millionen Quecksilberdampflampen in der gesamten EU ausgephast, d. h. nicht mehr in den Handel gebracht werden. Die mit hohem Aufwand und vielen Risiken verbundene Entsorgung von Quecksilberdampflampen war mitentscheidend für das HQL-Verbot, siehe hierzu WEEE-Richtlinie (Waste of Electrical and Electronic Equipment)[2] und RoHS-Richtlinie[3].

Der Energiebedarf von Hochöfen und Produktionsanlagen lässt sich systembedingt nur begrenzt reduzieren. Eine bestimmte Menge an Energie muss den Prozessen zugeführt werden, um beispielsweise Stahl zu verflüssigen, Industrieroboter zu betreiben und große Massen auf Förder- und Montagebändern in Bewegung zu halten. Anders ist es mit dem Energiebedarf für das Licht. Energieverschwendung lässt sich hier mit dem richtigen Systemwechsel abschalten, wie auf Knopfdruck.

Bedeutung für Unternehmen

Das EU-weite gesetzliche Verbot der Quecksilberdampflampen hat dazu geführt, dass seit dem 13. April 2015 keine HQL-Lampen mehr in den Verkehr gebracht bzw. verkauft werden dürfen. Installationen sind nicht mehr zulässig und können Strafen von bis zu 5.000 Euro nach sich ziehen.

Da der höchste Bestand an Quecksilberdampflampen vor dem Urteil auf ca. 35 Millionen in der EU – davon allein etwa 3 Millionen in Deutschland – geschätzt wurde, können Sie sich sicherlich vorstellen, wie viele Beleuchtungsanlagen in Lagerhallen, Industriehallen, Wartungs- und Produktionsstätten umgerüstet werden müssen. Im Rahmen des Bestandsschutzes dürfen gewerbliche Gebäude jedoch noch mit den vorhandenen, bereits montierten Leuchten beleuchtet werden.

Die beste Alternative

Der Beleuchtungsmarkt ist enorm groß. Die Suche nach Alternativen zu HQL-Lampen ist daher zeitintensiv. Schon am Anfang führen Recherchen zu der Erkenntnis, dass es bei alternativen Leuchtmitteln nicht nur finanzielle Unterschiede gibt. Manche Leuchtsysteme sind definitiv keine HQL-Alternativen, da technische Einschränkungen bestehen und auch hier der Gesetzgeber einen Riegel vorgeschoben hat. Unternehmer müssen deshalb genau hinsehen, wenn sie in eigener Verantwortung und auf eigene Rechnung eine Alternative finden möchten.

Anforderungen bedenken

  • Sicherheit am Arbeitsplatz ist das oberste Gebot. Daher: Die Lichtausbeute muss stimmen. Der Lichtertrag soll aus dem Energieaufwand beim neuen Leuchtmittel soll besser als bei den verbotenen Leuchtmitteln.
  • Es gibt bei den Lampen, die nach dem HQL-Verbot infrage kommen, Technologien mit einem hohen Lichtstromabfall. Bei anderen Leuchtmitteln ist die Abstrahlung nicht rotationssymmetrisch. Dies wiederum führt nicht zur gewünschten Ausleuchtung von Arbeits- und Montageplätzen.
  • Wer – wie durch das HQL-Verbot erforderlich – auf eine neue Beleuchtungstechnologie umrüstet, muss die heute geltenden Beleuchtungsrichtlinien einhalten. Der für Altanlagen geltende Bestandsschutz erlischt mit dem Wechsel auf neue Leuchten.
  • Energie- und auch bilanztechnisch soll sich der Umbau von HQL auf eine Alternative langfristig lohnen. Aber es gibt auch unter den HQL-Alternativen weniger günstige Technologien.
  • Der Aufwand für Reinigung und Wartung der Leuchten soll sich in Grenzen halten. Auch bei den regelmäßigen Arbeiten an der Beleuchtung gibt es große Unterschiede, die sich in der Unternehmensbilanz niederschlagen.
  • Der Zeitaufwand bei der Produktauswahl und die Risiken falscher Entscheidungen sollen möglichst klein sein – bzw. im Idealfall entfallen.

HQI-Lampen

  • Ähnlich hoher Stromverbrauch wie HQL-Lampen
  • Höherer Lichtstromabfall
  • ab dem 13. April 2017 gelten strengere Anforderungen an HQI-Lampen

T5-Leuchtstofflampen

  • enthalten Quecksilber
  • gesondertes Recycling erforderlich (Sondermüll)
  • Leuchtkraft nimmt mit der Lebensdauer ab

Erwiesen ist, dass LED im Vergleich zu anderen noch zulässigen HQL-Alternativen die beste Lichtausbeute und die längste Lebensdauer bieten. Entscheidend ist hier die Gesamtrechnung, also nicht allein die Anschaffung, sondern auch die Lebensdauer.

HQL-Lampen durch LEDs ersetzen

Bei den Initialkosten, also beim Kauf, sind LEDs zwar teurer. Auf längere Sicht laufen gute LEDs allen anderen Lampenarten den Rang ab. Billige LED-Systeme halten nicht lange und sind daher teuer. Hochwertige LEDs halten lange, kosten im Einkauf mehr, bieten aber auf die lange Sicht eine unübersehbar gute Bilanz.

Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen sind LED-Lampen bei der Suche nach Alternativen das Mittel der Wahl:

  • LED-Lampen sind die energieeffizienteste Alternative zu HQL-Lampen.
  • Im Vergleich zu anderen Beleuchtungssystemen bieten LED eine sehr lange Lebensdauer – bis über 150.000 Stunden sind möglich.
  • LED sind unempfindlich gegen Vibration – ein großer Vorteil nicht allein in der Schwerindustrie.
  • Selbstverständlich haben diese Werte und Qualitäten ihren Preis. LED-Leuchten sind in der Anschaffung und im Einbau nicht billig, wie oben erwähnt – genau hier kommt der zentrale Vorteil ins Spiel, denn wir bieten Ihnen: Licht ohne Schattenseiten bei den Initialkosten. Es ist möglich.

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Auf LED umrüsten – und gleichzeitig Liquidität sichern

Zunächst war das HQL-Verbot bei den betroffenen Unternehmen verständlicherweise auf wenig Begeisterung gestoßen, denn: Unternehmer, die an die Zukunft denken und ihre Beleuchtung umstellen, müssen tief in die Tasche greifen, wenn sie die Beleuchtung kaufen.

Beim Kauf schlägt eine neue Beleuchtung inklusive aller Handwerksarbeiten in der Bilanz schnell mit mehreren Zehntausend Euro zu Buche. Hinzu kommt im Falle eines Kaufes oder Leasings der Aufwand, Angebote einzuholen und zu vergleichen. Wenn ein Unternehmen den Umstieg auf LED-Lampen selbst in Auftrag gibt und aus dem Betriebsvermögen bezahlt, reißt das Lücken in die Liquidität. Solche Investitionen lassen sich jedoch vermeiden. Doch dazu weiter unten mehr.

Sprechen wir noch weiter über die Kosten beim Kauf: Beim Kauf oder Leasing kommen die Wartungskosten für Industrieleuchten hinzu. An einer Umrüstung kommt langfristig keine Firma vorbei, denn rein rechnerisch geht in jeder Halle eines Tages die letzte HQL-Lampe aus – Nachschub existiert schon heute nicht mehr.

Für Leser, die es bedauern, sich nicht rechtzeitig mit HQL-Leuchtmitteln eingedeckt zu haben: Es wäre keine gute Idee gewesen, vor dem Verbot ein Vorratslager mit HQL-Lampen anzulegen. Erstens wäre damit unnötig Kapital gebunden, und zweitens hätte man die Stromrechnung des Unternehmens konstant sehr hoch gehalten.

HQL-Umrüstung vorher und nachherAbbildung 1: Umrüstung von HQL auf LED: Vergleich vorher (links) und nachher (rechts) Foto: © Deutsche Lichtmiete / Mario Dirks

Keine Nachteile durch Miete

Dem Grundprinzip einer Miete folgend, fallen alle Nachteile weg, die mit dem Kauf oder dem Leasing verbunden wären:

  • Angebote selbst zu vergleichen ist teuer, denn der LED-Markt ist unüberschaubar groß. LED-Beleuchtungen gibt es im Großhandel, im Versand, vom Elektro-Handwerksbetrieb. Allen diesen Bezugsquellen ist eines gemeinsam: sie lassen sich schwer vergleichen. Und auch der Vergleich kostet Zeit und Geld.
  • Externe Berater zu Licht und Energie kosten Geld.
  • Der Einbau neuer LED-Lampen kostet Kapital, das bei Kauf oder Leasing aufgebraucht wird.
  • Die fachgerechte Entsorgung der Quecksilberdampflampen ist teuer.
  • Beim Kauf zählen zu den Betriebskosten auch Pflege, Wartung, Verschleißreparaturen und Ersatzteilbeschaffung.
  • Beim Kauf entstehen Liquiditätsverluste und Zinskosten sowie Wertverluste (Abschreibungen).
  • Beim Leasing können plötzlich Liquiditätsrisiken auftreten, da Drohverlustrückstellungen nicht zulässig sind und Leasingnehmer gegenüber Leasinggesellschaften auch bei Lieferantenfehlern in der Pflicht sind.
  • Beim Kauf und beim Leasing von Industriebeleuchtung sind in diesen Kosten schwer kalkulierbare Risiken enthalten, speziell beim Leasing.

Alle diese Nachteile entfallen mit der Lichtmiete. Mehr über die Vorteile, Ihre neue Beleuchtung zu mieten, finden Sie hier: LED-Vorteile.

Energieeinsparung im Unternehmen

Bei der Beleuchtung können Sie von einen auf den anderen Tag im Zuge einer Umrüstung auf LED enorm sparen und das bei deutlich besserer Ausleuchtung. Bis zu 65 Prozent Einsparung sind bei entsprechend hochwertigen Leuchtmitteln (LED) möglich. Damit Sie eine Idee von der Größenordnung bekommen, nachfolgend eine Beispielrechnung:

Beispielrechnung

Bei einer Halle mit 100 stromfressenden HQL-Leuchten (400 Watt) sowie einer Leuchtdauer von 18 Stunden pro Tag an 300 Tagen im Jahr können Sie durch die Umrüstung auf unsere 100 LED-Hallenstrahler concept light (198 Watt) rund 24.000 Euro im Jahr an Stromkosten einsparen.

Einzelnachweise

  1. Richtlinie 2009/125/EG des Europäischen Parlaments eur-lex.europa.eu Abgerufen am 30.03.2017
  2. WEEE-Richtlinie 2012/19/EU eur-lex.europa.eu Abgerufen am 30.03.2017
  3. RoHS-Richtlinie 2011/65/EU eur-lex.europa.eu Abgerufen am 30.03.2017

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